Rabenwind
Poesie von Sascha Besier

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2020-10-31

Rabenwind III

Flamme war ich, ganz und gar,
in ein Göttlichsein gewunden,
aus mir sprach die Schönheit wahr,
Wunder wehten mir durchs Haar
und mein Herz war weltverbunden.

Allem war ich Fels und Heim,
meiner Liebe Tür stand offen.
Jenem Wir erwuchs der Keim,
machte mich zu deinem Reim,
nur in uns noch übertroffen.

Selbst die Dinge, die groß und unfassbar sind,
gehen hin auf den Schwingen aus Rabenwind.

Glück will von uns größten Mut!
Denn um wirklich zu erleben,
müssen wir aus seiner Hut,
hin zu eignem Geist und Gut
und uns aus uns selbst erheben.

Alles in mir wurde alt,
stieg ins Grab aus feuchter Erde.
Schien das Wir hier auch verhallt,
gab ich meinem Ruf Gestalt:
Ich bestimme, was ich werde!

Sind wir nicht für das Tiefe und Schwere blind,
reiten wir auf den Schwingen aus Rabenwind.

© Sascha Besier

Admin - 01:30:43 @ Gedichte | Kommentar hinzufügen